Eddie Lang (* 25. Oktober 1902 in Philadelphia, Pennsylvania; † 26. März 1933 in New York City, eigentlich
Salvatore Massaro) war ein US-amerikanischer Jazz-Musiker. Er gilt als der erste Virtuose der Jazz-Gitarre und trug zu seiner Zeit den Titel „Mr. Guitar“.
Mit elf Jahren hatte Lang Geigenunterricht. Einer seiner Schulfreunde war der Geiger
Joe Venuti, mit dem er später häufig zusammen auftrat. Schon früh verdiente Lang sein Geld als Profimusiker; er spielte Geige, Banjo und Gitarre. Er war Mitglied verschiedener Bands im Nordosten der USA. Ende 1924 bis Anfang 1925 arbeitete er in London, dann ließ er sich in New York nieder.
Lang spielte mit Venuti im Duo, in den
Blue Four (unter anderem mit
Frank Trumbauer) und 1931 in einer gemeinsam geleiteten
All-Star-Band (mit
Benny Goodman und
Jack Teagarden). Außerdem arbeitete er bei
Louis Armstrong,
Adrian Rollini, Roger Wolfe Kahn und
Jean Goldkette. 1929 kam er zum Orchester von
Paul Whiteman. Mit Venuti hatte er 1930 einen kurzen Auftritt in Whitemans Film
The King Of Jazz.
Als
Bing Crosby Whiteman verließ, ging Lang als Begleitmusiker mit ihm. Mit Crosby hatte er 1932 einen Auftritt im Film
The Big Broadcast. Unter dem Pseudonym
Blind Willie Dunn machte Lang eine Reihe von legendären Duo-Aufnahmen mit dem Blues-Gitarristen
Lonnie Johnson. Eddie Lang starb im Alter von nur 30 Jahren an den Folgen einer Mandeloperation.
Eddie Langs Spiel gilt als einer der wichtigsten stilistischen Einflüsse auf Django Reinhardt.